200 THW- Jahre! Verleihung der Dienstzeiturkunden und Bandschnallen an fünf verdiente THW-Helfer

In anderen als dieser aktuellen Pandemiezeit werden Ehrungen und Auszeichnungen an verdiente Helfer*innen im Ortsverband Eckernförde gern anlässlich offizieller Veranstaltungen überreicht. Anders in diesem Jahr. Da mit offziellen Zusammenkünften in absehbarer Zeit nicht zu rechnen ist, machte sich der Ortsbeauftragte mit gerahmten Urkunden, Bandschnallen und Blumensträussen im Dezember zu den Helfern auf und besuchte sie in ihren Gärten oder würdigte ihre Verdienste vor der Halle in der Dienststelle. Die kleinen Bandschnallen mussten sich die Helfer selbst beziehungsweise von ihren Partnerinnen anstecken lassen. Walter Hoffmann, Christian Köhn, Michael Otto, Karsten Müller-Janßen und Stephan Suhr wurden mit der Ehrenurkunde für 40 Jahre im Dienste der Humanität gewürdigt.

Bandschnalle für 40 Jahre THW

Walter Hoffmann trat im 03. Juni 1980 als 17-jähriger dem THW in seiner Heimatstadt Eckernförde bei.
Er schloss die Grundausbildung ab und ist seither in der Bergungsgruppe als Fachhelfer tätig.
Keine Herausforderung war ihm in all diesen Jahren zu groß, kein Einsatz zu lang.
Stets gab und gibt er manchmal auch heute noch das Arbeitstempo in seiner Gruppe vor.

Sein steter vorbildlicher Einsatz ließ ihn im Verlauf der Jahre zum "THW-Urgestein" in Eckernförde werden.

Hochangesehen von den jüngeren Helfern seiner Gruppe, die viel von seinem handwerklichen Geschick und dem Umgang mit den technischen Geräten übernehmen können. 

Im Jahr 2001 wurde Walter Hoffmanns überdurchschnittlicher Einsatz mit dem THW-Helferzeichen in Gold mit Kranz gewürdigt.
Für seine langen Einsätze anlässlich der Elbe-Hochwasser 2002 und 2013 erhielt er jeweils die Bundesflutmedaille.
Im Jahr 2010 erhielt er für seinen überdurchschnittlichen Einsatz im THW das Ehrenzeichen in Bronze.
2016 würdigte die Stadt Eckernförde seine ehrenamtliche Tätigkeit mit der Ehrennadel der Stadt.

Christian Köhn verpflichtete sich am 07. Oktober 1980 beim THW in seiner Heimatstadt.
Der damals 24-jährige Automobilkaufmann übernahm schnell Verantwortung als Trupp- und Gruppenführer, besuchte Lehrgänge und bildete sich für das THW stets weiter. 

1990 erhielt Köhn nicht nur das THW-Helferzeichen in Gold verliehen sondern auch die Führung des Ortsverbandes als Ortsbeauftragter für Eckernförde.
Später kam seine Berufung zum THW-Kreisbeauftragten für den Kreis Rendsburg-Eckernförde hinzu. 
1995 erhielt Köhn das THW-Helferzeichen in Gold mit Kranz, im Jahr 2002 erhielt er das Ehrenzeichen in Bronze und im 2011 das Ehrenzeichen in Silber.
Für seine Einsätze anlässlich der Elbehochwasser erhielt er die Bundesflutmedaíllen 2002 und 2013.
Die Stadt Eckernförde würdigte Köhns ehrenamtliches Engagement 2008 mit der Ehrennadel, das Land Schleswig-Holstein im Jahr 2015 mit der Ehrennadel des Landes.

Nach 22 Jahren gab Christian Köhn die Leitung des THW Eckernförde im Jahr 2012 an seinen Nachfolger ab. 
Heute ist er als Stabsmitglied und THW-Fachberater weiterhin aktiv im THW tätig. Er ist ebenfalls von Anfang an im Organisationsteam für den "Lauf ins Leben" der Krebsgesellschaft Schleswig-Holstein und in weiteren sozialen Verbänden tätig.

Karsten Müller-Janßen trat im Alter von 13 Jahren im Jahr 1979 in die THW-Jugend ein.
Nach Abschluss der Grundausbildung absolvierte er von der Pieke auf alle erforderlichen Lehrgänge und Fachausbildungen.
Weitere Führungslehrgänge im THW folgten.

Aktuell steht Karsten Müller-Janßen dem THW bei überörtlichen Einsätzen als Fachberater im Leitungs- und Koordinierungsstab (LuK) zur Verfügung.
Einsätze führten ihn nach St. Petersburg und 1992 nach Brandenburg.
1993 erhielt er das Silberne Feuerwehr und Katastrophenschutz-Ehrenzeichen.
1994 absolvierte er einen Auslandseinsatz in Aserbaidschan.
Im Jahr 1996 wurde ihm das Helferzeichen in Gold und in 2001 das Helferzeichen in Gold mit Kranz verliehen.
2009, inzwischen Zugführer im Ortsverband Eckernförde wurde der Ingenieur für Energietechnik mit dem THW-Ehrenzeichen in Bronze ausgezeichnet.

Michael Otto kam als 17-jähriger Junghelfer im Februar 1979 zum Technischen Hilfswerk.
Der Elektroingenieur durchlief die klassische THW-Ausbildung bis hin zum Zugführer.

Im Jahr 1989 wurde Michael Otto das Helferzeichen in Gold ausgehändigt, in den Jahren 1992 und 1993 war Otto im THW-Auslandseinsatz in Estland und St. Petersburg, 1994 in Aserbaidschan.

1994 würdigte das THW ihn mit dem Helferzeichen in Gold mit Kranz. Zeitweise war Michael Otto der Stellvertreter des Ortsbeauftragten.

Im Jahr 2013 erhielt er für seinen Einsatz an der Elbe die Bundesflutmedaille.

Stephan Suhr verpflichtete sich im Jahr 1979 im Ortsverband Meldorf zur Mitarbeit im THW.  

Nach der Grundausbildung absolvierte er zunächst die Fachlehrgänge für Truppführer in der damaligen Instandsetzung.
Er wechselte 1982 in den Bergungszug des THW-Ortsverband Warburg/Westfalen und wurde zum Lkw-Kraftfahrer und Bootsführer ausgebildet.

Weiterhin besuchte er weiterführende Führungs- und Leitungslehrgänge.

In den späteren 80er-Jahren wechselte Suhr aus dem Bergungszug in den Stab des Warburger Ortsverbands als stellvertretender Ortsbeauftragter und übernahm als Ortsbeauftragter 1989 die Ortverbandsleitung.

Zu Zeiten der Wende organisierte er Spendenaufrufe- und daraus resultierende Hilfsgüterlieferungen in die damalige DDR, nach Rußland und Bulgarien.
Aktiv unterstützte er die Städtepartnerschaft der Hansestadt Warburg und Falkenberg/Elster.

Es folgten 1993 Auslandseinsätze in Djibouti und Somalia.

In Westfalen und Israel organisierte Suhr Aktionen "THW gegen Rechts" und besuchte gemeinsam mit einigen THW-Kameraden seines Ortsverbandes in Israel verschiedene aus Nazi-Deutschland Geflüchtete sowie mehrere israelische Institutionen und Katastrophenschutzorganisationen.

Bis zum Jahr 2010 war Stephan Suhr, zuletzt als Fachberater für den Kreis Höxter im Ortsverband Warburg tätig.
Aufgrund eines Arbeitgeberwechsels mit hoher Reisetätigkeit hatte er 1996 die Leitung des Ortsverbandes in Warburg abgegeben.

2010 wechselte der Warburger in den Ortsverband Eckernförde, da er von hier aus seinem Hauptberuf nachgeht und ist seit diesem Zeitpunkt als Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit und Helferwerbung im Stab tätig. 

Für seine Tätigkeiten im THW erhielt Suhr 1989 das Helferzeichen in Gold.
1991 das Helferzeichen in Gold mit Kranz.

1992 wurde ihm das Ehrenzeichen in Silber verliehen.

Die Hochwasser-Medaille Sachsen-Anhalt erhielt er 2002, ebenso die Bundesflutmedaillen 2002 und für den Einsatz 2013 in Lauenburg. 

In den Jahren 2017 und 2018 war der Pressesprecher an der Entwicklung eines Konzepts zur bundesweiten THW-Helfergewinnung beteiligt.

Weiterhin ist er Mitglied im THW-Media Team im Landesverband HH-MV-S-H und führt die Gemeinschaft der Hilfsorganisationen in Eckernförde "NOTRUF ECKERNFÖRDE".

2018 wurde Stephan Suhr mit dem THW-Ehrenzeichen in Gold ausgezeichnet.


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