Eckernförde, 31.08.2019, von Mike Maehlmann

Gerät zur Unterwassererkundung wieder bereit für den Einsatz!

Die Fachgruppe Wassergefahren des THW Eckernförde konnte in den letzten Wochen ein Gerät zur Unterwassererkundung wieder in Betrieb nehmen.

Der als Zusatzausrüstung zur Verfügung stehende "ROV" (Remote Operated Vehicle) begleitet die Fachgruppe schon seit einigen Jahren.

Leider wurde im Sommer festgestellt, das ein Motor-Defekt das System heimgesucht hatte. Eine Analyse nach Feststellung des Schadens ergab, das eine Reparatur möglich und sinnvoll war. Das Gerät zur Unterwassererkundung hilft, ohne Taucher einsetzen zu müssen, die Lage unter der Wasseroberfläche visuell zu erkunden um Fakten zu sammeln. Es handelt sich dabei um einen Tauchroboter angetrieben von 2 Motoren, der über eine schwenkbare Kamera mit Beleuchtung verfügt. Er wird dabei über ein Kabel geführt, das Steuerbefehle und Bilddaten mit dem Operator austauscht. Der Operator befindet sich dabei in einem Boot oder an Land. Der Roboter kann sowohl auf Tiefe tauchen, als auch diverse Meter selbstständig sich im Wasser fern des Operators knapp unter der Wasseroberfläche bewegen.

Eine ausgiebige Erprobung an mehreren Dienst Abenden zeigte, dass das System wieder voll einsatzfähig ist. Es wurde der Grund der Ostsee mit Seegrassfeldern erkundet, ebenso wie Hafenmolen, Betonnungen mit Grundgewichten, Ketten und Leinen. Auch konnten Lebewesen der Ostsee wie Fische, Krebse, Muscheln, Ohren- und Feuerquallen gefunden, identifiziert und visualisiert werden, ohne Sie in Ihrem Lebensraum zu beeinträchtigen. Leider wurden auch ebenso Abfälle im Meer gefunden, die eindeutig nicht natürlich und ebenso wenig zufälliger Ursache waren.

Damit kann die Fachgruppe Wassergefahren in Eckernförde sowie das THW insgesamt wieder voll auf das System zurückgreifen. Die Ausbildung am System wird fortgeführt, um im Einsatzfall alle Funktionen uneingeschränkt und zuverlässig abrufen zu können.


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